07.12.2005, von OV Ludwigsburg

Erfolgreicher Einsatz des THW Ludwigsburg beendet

Nach starken Schneefällen am vorletzten Wochenende mußten in Nordrhein-Westfalen mehrere Autobahnen gesperrt werden. Durch Schnee und Eis kam es zu außerdem zu Stromausfällen. Rund 250.000 Menschen waren gezwungen, in Dunkelheit und Kälte auszuharren. Insgesamt wurden mehr als 4.000 ehrenamtliche Helfer angefordert und eingesetzt, um die Bevölkerung sowie wichtige Infrastruktureinrichtungen wie Krankenhäuser und Altenheime mit Strom zu versorgen.

Foto: THW Ludwigsburg

Am 28. November wurde auch die Fachgruppe Elektroversorgung des Technischen Hilfswerks (THW) Ludwigsburg angefordert. Um 11.00 Uhr machten sich vier ehrenamtlichen Helfer auf den Weg ins nordrhein-westfälische Ochtrup. Noch am selben Abend ging die Arbeit vor Ort los.

Die Netzersatzanlage mit einer Leistung von 160.000 Watt wurde sofort zu einer Trafostation gebracht. Dort speiste sie bis zum 01. Dezember Strom ein. Damit wurden rund 70 Haushalte und die Lamberti-Grundschule versogt. Allerdings waren die Haushalte von der gemeinsamen Einsatzleitung von Feuerwehr, Bundeswehr, THW und DRK in Ochtrup aufgefordert worden, so wenig Strom wie möglich zu verbrauchen, um die Versorgung für möglichst viele Haushalte sicherzustellen. Die vier Helfer waren in der Sporthalle der Lamberti-Grundschule untergebracht und wurden gut verpflegt.

Am 01. Dezember konnte der Einsatz schließlich beendet werden, da die Stromversorgung in unserem Einsatzgebiet wiederhergestellt werden konnte. Abends kamen dann alle eingesetzten Helfer wieder gesund nach Ludwigsburg zurück. Schon am Samstag ging die Arbeit im THW weiter, denn die Ausrüstung mußte gesäubert und überprüft werden, da alle THW-Helfer jederzeit mit neuen Einsätzen rechnen müssen.

Unser Dank gilt den Arbeitgebern der eingesetzten Helfern. Dies ist besonders lobenswert, da zwischen der Einsatzanfrage und dem Abrücken nur gut drei Stunden lagen.

Die eingesetzten THW-Kräfte und die Netzersatzanlagen kamen aus dem gesamten Bundesgebiet. Die zentrale Struktur der Bundesanstalt THW ermöglichte es dabei, dass die Kontingente über Ländergrenzen hinweg stets lageangepasst verstärkt werden konnten. Insgesamt waren 695 Helfer und 272 Stromerzeuger vom THW in der betroffenen Region im Einsatz. Die Stromerzeuger des THW kamen aus allen Landesverbänden und sicherten die Stromversorgung in den betroffenen Gebieten. Viele THW-Ortsverbände unterstützten die örtlichen Behörden bei der Räumung von Straßen, schleppten liegengebliebene Fahrzeuge ab und versorgten die auf den Autobahnen im Stau stehenden Menschen mit warmen Getränken. 

Aus Baden-Württemberg waren sechs Fachgruppen Elektroversorgung (aus Baden-Baden, Niefern-Öschelbronn, Ludwigsburg, Mannheim, Stuttgart I und Widdern) nach Ochtrup gerufen worden. Somit machten sich 21 ehrenamtliche THW-Helfer mit mehreren Fahrzeugen und sechs Netzersatzanlagen auf den Weg. Damit wurden rund 250 Haushalte und eine Grundschule mit Strom versorgt.

Die Fachgruppe Elektroversorgung springt ein, wenn vorübergehend größerer Energiebedarf abzudecken ist. Mit ihrer großen Netzersatzanlage ist sie das mobile Elektrizitätswerk des THW. Diese Fachgruppe betreibt temporäre Stromversorgung mittels Netzersatzanlagen für Schaden- bzw. Einsatzstellen, Notunterkünfte, kommunalen Energieversorgungsanlagen, Einrichtungen und Betriebe öffentlichen Interesses sowie für andere Bedarfsträger. Neben der Stromerzeugung und – einspeisung sind die Spezialisten dieser Gruppe in der Lage, zur Unterstützung der Energieversorgungsunternehmen und anderer Netzbetreiber Reparaturen auf der Niederspannungsebene bis hin zum Übergabepunkt vorzunehmen.


  • Foto: THW Ludwigsburg

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