22.05.2016, von Tobias Hilbers

Großübung der Fachgruppen Elektroversorgung in Baden-Württemberg

Vom 20. bis 22. Mai haben zahlreiche Fachgruppen Elektroversorgung aus Baden-Württemberg im Neckar-Odenwaldkreis einen flächendeckenden Stromausfall simuliert.

Foto: THW Ludwigsburg

Die Ludwigsburger Helfer verlegten ihre Elektroausstattung und das 200 kVA Notstromaggregat am Abend des 20. Mai in das Übungsgebiet.

Bereits kurz nach der Ankunft folgte der erste Übungsauftrag: Bei den Stadtwerken sollte eine defekte Strom-Hauptversorgungsleitung repariert werden. Dies wurde mithilfe einer Schrumpfmuffe und einer Gießharzmuffe durchgeführt. Die Arbeiten mussten auf engstem Raum in einem Graben durchgeführt werden, da diese Leitungen im Boden verlegt sind. Um ein sicheres Arbeiten zu ermöglichen, musste neben der Reparatur der Leitung die Einsatzstelle abgesichert und wegen der zunehmenden Dunkelheit ausgeleuchtet werden.

Am nächsten Morgen folgte der nächste Auftrag: Die Feuerwehr Katzental hatte keinen Strom mehr. Daher wurde die Fachgruppe Elektroversorgung beauftragt, eine Notstromeinspeisung in das Gerätehaus vorzunehmen. Umgehend verlegten die Helfer ihr Material an das Übungsobjekt und begannen mit dem Aufbau des 200 kVA Notstromaggregat. Dieses musste vor der Inbetriebnahme geerdet werden. Im Anschluss konnte die Einspeisung über eine 63 Ampere-Anschlussdose am Gerätehaus erfolgen. Somit konnte die Feuerwehr ihre Arbeit fortsetzen.

Der nächste Übungsauftrag folgte bereits am Nachmittag: Dabei sollten drei Notstromaggregate synchronisiert betrieben werden. Bei den drei Notstromaggregaten handelte es sich um das 200 kVA von AVS aus Ludwigsburg, einem 175 kVA von AVS aus Ehingen und einem 175 kVA von Polyma aus Emmendingen. Alle drei Fachgruppen bauten ihre Notstromaggregate auf und verkabelten diese. Als Abnehmer für den erzeugten Strom diente ein 500 kVA Lastwiderstand der Bundeswehr. Nacheinander wurden dann die Aggregate der drei Ortsverbände gestartet und auf die jeweils schon laufenden Aggregate synchronisiert. Neben dem Lastwiderstand wurden auch noch diverse Kleinverbraucher wie z. B. Pumpen der Feuerwehr mitversorgt. Bei diesem Übungsauftrag stand im Mittelpunkt, dass die Notstromaggregate synchron laufen. Dies ist notwendig, wenn mit einem oder mehreren Aggregaten ins reguläre Stromnetz eingespeist oder ein einzelner großer Abnehmer versorgt werden muss.

Mit der Abarbeitung des dritten Auftrages war die Übung für die Ludwigsburger Helfer vorbei. Sie verlegten dann am Sonntag mit vielen neuen Erfahrungen zurück in die Unterkunft.


  • Foto: THW Ludwigsburg

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