06.09.2015, von Michael Bulling

Fischsterben in der Jagst – Großpumpen des Ludwigsburger THW vor Ort

Ludwigsburg / Möckmühl. Mehr als 300 Einsatzkräfte aus THW und Feuerwehr bekämpften die Umweltkatastrophe am Neckarzufluss im Jagsttal. Auch zehn Ludwigsburger Helfer waren im Einsatz.

Foto: THW Ludwigsburg

Auslöser der Umweltkatastrophe in Kirchberg waren Löscharbeiten bei einem Mühlenbrand, bei denen aus einem Gebäude Düngemittel austrat. Trotz Vorsichtsmaßnahmen der Feuerwehr vermischte es sich mit dem Löschwasser, wodurch Ammoniumnitrat in den Fluss gelangte.

Die Fachgruppe Wasserschaden/Pumpen des Ludwigsburger THW-Ortsverbandes wurde am vergangenen Dienstag alarmiert. Unterstützt durch Helfer der Bergungsgruppen und des Zugtrupps rückten die ehrenamtlichen Helfer um 18:45 Uhr von Ludwigsburg-Grünbühl aus Richtung Widdern ab, wo sie nur knapp zwei Stunden später eintrafen. Anschließend erfolgte die Verlegung in den neu geschaffenen Untereinsatzabschnitt Möckmühl.

Dort begannen die Ludwigsburger Einsatzkräfte an der Jagstbrücke mit dem Aufbau der Börger Großpumpe und drei weiterer Pumpen und konnten um 00:30 Uhr am Mittwochmorgen eine Gesamtpumpleistung von 14.500 Liter pro Minute erreichen. Der Zugtrupp betrieb die Untereinsatzabschnittsleitung und führte die eingesetzten THW-Kräfte. 

Zwei weitere Fachgruppen Wasserschaden/Pumpen aus den Ortsverbänden Ladenburg und Freudenstadt kamen am Herrensteg zwischen Ruchsen und Möckmühl, sowie in Züttlingen zum Einsatz. Mit einer Gesamtstärke von bis zu 30 Helfern betrug die Gesamtpumpleistung im Raum Möckmühl 45.700 Liter pro Minute. Das Wasser wurde aus der Jagst abgepumpt und mittels Strahlrohre wieder dem Fluss zugeführt. Auf diese Weise wurde das Wasser mit Sauerstoff angereichert, um die Giftwirkung zu reduzieren.

Nach 5 Tagen Dauerbetrieb der Pumpen hatten sich Wasserwerte so weit normalisiert, dass die Pumpen am 5.9. abgeschaltet und zurückgebaut werden konnten.

Versorgt wurden die THW-Einsatzkräfte durch die Freiwillige Feuerwehr Möckmühl und die Fachgruppen Logistik des THW. Die Unterbringung erfolgte im Ortsverein des DRK Möckmühl. Nur durch den schnellen Einsatz der Firma Harrer aus Echterdingen zur Beseitigung einer Betriebsstörung konnte der  Einsatz der Ludwigsburger Großpumpe aufrechterhalten werden. Hierfür gilt den Monteuren unser Dank. 

Im Einsatz waren der Mannschaftstransportwagen (MTW) des Zugtrupp, der Mannschaftslastwagen (MLW III) und die Börger Großpumpe der Fachgruppe Wasserschaden/Pumpen, LKW mit Ladebordwand und Netzersatzanlage 50 kVA der Fachgruppe Elektroversorgung und der PKW Ortsverband.


  • Foto: THW Ludwigsburg

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