08.03.2018, von Michael Bulling

Krieg in Ruritania - Unterstützung für das UNHCR

Das fiktive Land an der Grenze zu Deutschland wird seit Wochen von heftigen Kämpfen erschüttert. Tausende sind auf der Flucht.

Etwa 50 Menschen haben es vergangenen Dienstag auch bis ins baden-württembergische Neuhausen auf den Fildern geschafft. Anfeindungen einheimischer Bürger zum Trotz ließen sie sich in einem provisorischem Camp nieder. Erschöpft von den Anstrengungen des langen Fußmarsches ohne ausreichend Nahrung und Wasser bei Wind und Wetter warten sie auf Hilfe.

Als am gestrigen Mittwoch die Mitarbeiter des UNHCR endlich eintrafen, wurde das gesamte Chaos offenbar: Auseinandergerissene Familien, Verletzte und Schwangere, junge Mütter und eine Vielzahl Kinder, teilweise unbegleitet, waren zu registrieren und einer späteren Versorgung zuzuführen.

Die traumatisierten Flüchtlinge drängten nahezu gleichzeitig ins Warme, um dort die erforderlichen Unterlagen zu erhalten, die sie für ihren Aufenthalt in Deutschland benötigen würden - purer Stress für die Mitarbeiter des UN-Flüchtlingshilfswerkes.

Zum Glück handelt es sich beim beschriebenen Szenario nur um eine Simulation im Rahmen des UNHCR-Lehrgangs "Training on Emergency Registration", welcher derzeit im THW-Ausbildungszentrum in Neuhausen stattfindet. Doch nicht zuletzt die Flüchtlingsströme der letzten Jahre zeigen, dass die hier gespielte Situation Realität werden kann.

Aus dem Ortsverband Ludwigsburg nahmen drei Helfer an der Veranstaltung teil, um dort mit Angehörigen anderer Ortsverbände unter den wachsamen Augen der Ausbilder von UNHCR und THW-Ausbildungszentrum die neuen Mitarbeiter für ihren Einsatz im Feld zu schulen.




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